{"id":4787,"date":"2021-04-14T12:05:59","date_gmt":"2021-04-14T09:05:59","guid":{"rendered":"https:\/\/corjesu.ru\/anniversary\/"},"modified":"2026-06-10T08:33:14","modified_gmt":"2026-06-10T05:33:14","slug":"anniversary","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/anniversary\/","title":{"rendered":"Jubil\u00e4umsartikel"},"content":{"rendered":"<p><section class=\"kc-elm kc-css-546284 kc_row\"><div class=\"kc-row-container  kc-container\"><div class=\"kc-wrap-columns\"><div class=\"kc-elm kc-css-164267 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12\"><div class=\"kc-col-container\"><div class=\"kc-elm kc-css-991914 kc-raw-code\"><script>\r\ndocument.getElementById('menu-item-3353').classList.add('current-menu-item');\r\n<\/script><\/div><div class=\"kc-elm kc-css-214988 kc-raw-code\"><script>\r\ndocument.getElementById('menu-item-3353').classList.add('current-menu-item');\r\n<\/script><\/div><div class=\"kc-elm kc-css-592811 kc-raw-code\"><style>\r\n.entry-header { display:none; }\r\n<\/style><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"kc-elm kc-css-999429 kc_row\"><div class=\"kc-row-container  kc-container\"><div class=\"kc-wrap-columns\"><div class=\"kc-elm kc-css-130207 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12\"><div class=\"kc-col-container\"><div class=\"kc-elm kc-css-551757 kc_text_block\"><\/p>\n<p>Seit 2013 ver\u00f6ffentlicht die Gesellschaft jedes Jahr Jubil\u00e4umsartikel zu Ehren des Heiligsten Herzen Jesu. Damit m\u00f6chten wir dazu beitragen, die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu in Russland zu verbreiten. Die Autoren dieser Artikel sind Priester und Bisch\u00f6fe, die die Tridentinische Messe sowohl in Russland als auch im Ausland zelebrieren.<\/p>\n<p>Die Jubil\u00e4umsartikel in Russischer Sprache f\u00fcr die Jahre von 2013 bis 2020 k\u00f6nnen auf unserer alten Webseite <a href=\"https:\/\/summorum-pontificum.ru\/ssi\/anniversary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> nachgelesen werden.<br \/>Die Festschriften in Russischer Sprache f\u00fcr die Jahre ab 2021 finden Sie <a href=\"\/ssi\/anniversary\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>\n<\/div><div class=\"kc-elm kc-css-631726 kc_text_block\"><\/p>\n<h1 class=\"entry-title page-title\">Festschriften in Deutscher Sprache:<\/h1>\n<p>\n<\/div><div class=\"kc-elm kc-css-602043 kc_text_block\"><\/p>\n<ul>\n<li><strong>2026: <\/strong><a href=\"\/de\/anniversary\/jubilaumsartikel-2026\/#st2026\"><strong>Die Herz-Jesu-Thronerhebung als besonderes Mittel unserer Tage<\/strong><\/a><\/li>\n<li><strong>2024: <\/strong><a href=\"\/de\/anniversary\/jubilaumsartikel-2024\/#st2024\"><strong>S\u00fchne dem heiligsten Herzen Jesu<\/strong><\/a><\/li>\n<li><strong>2022: <a href=\"\/de\/anniversary\/jubilaeumsartikel-2022\/#st2022\">Das Herz Jesu und die \u00fcberlieferte heilige Messe<\/a><\/strong><\/li>\n<li><strong>2021: <!--<a href=\"\/de\/anniversary\/#st2021\">-->Tapferkeit und Mut des Heiligsten Herzen Jesu<!--<\/a>--><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\n<\/div><div class=\"kc-elm kc-css-907197 kc_text_block\"><\/p>\n<h1 class=\"entry-title page-title\">Jubil\u00e4umsartikel 2021<\/h1>\n<p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"kc-elm kc-css-748536 kc_row\"><div class=\"kc-row-container  kc-container\"><div class=\"kc-wrap-columns\"><div class=\"kc-elm kc-css-102088 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12\"><div class=\"kc-col-container\"><div class=\"kc-elm kc-css-503757 kc-raw-code\"><a name=\"st2021\"><\/a><\/div><div class=\"kc-elm kc-css-103851 kc_text_block\"><\/p>\n<h2 align=\"center\">\u00a0Tapferkeit und Mut des Heiligsten Herzen Jesu<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"\/de\/thomas-huber\/\">Bischof Thomas Huber<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-4311\" src=\"https:\/\/corjesu.ru\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/bishop_thomas_huber_2018-258x300.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/corjesu.ru\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/bishop_thomas_huber_2018-258x300.jpg 258w, https:\/\/corjesu.ru\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/bishop_thomas_huber_2018-768x894.jpg 768w, https:\/\/corjesu.ru\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/bishop_thomas_huber_2018.jpg 822w\" sizes=\"(max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/>Liebe Gl\u00e4ubige,<\/p>\n<p>die heilige Kirche begeht heute das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Voller Freude d\u00fcrfen wir auf den Mittelpunkt unseres Herrn und Erl\u00f6sers schauen: auf sein Heiligstes Herz. Alles ist in seinem Herzen, alles str\u00f6mt aus seinem Herzen. Ja, es ist wirklich alles. Wir k\u00f6nnen kaum Worte finden, die beschreiben, welche Reicht\u00fcmer hier verborgen sind. In der Litanei vom Heiligsten Herzen Jesu hei\u00dft es: <em>Herz Jesu, das alle Sch\u00e4tze der Weisheit und der Wissenschaft in sich enth\u00e4lt. Herz Jesu, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit wohnt<\/em>. Dieses Herz hat in der Tat alles und alles, was wir uns von einem guten Herzen erbitten. Der hl. Paulus beschreibt in der heutigen Lesung die F\u00fclle Christi und was zu tun ist: <em>Mir, dem geringsten unter allen Heiligen, wurde die Gnade verliehen, den Heiden den unergr\u00fcndlichen Reichtum Christi zu verk\u00fcnden<\/em>. Und weiter spricht der Apostel: Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, &#8230; <em>dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, und ihr selbst in der Liebe festgewurzelt und gegr\u00fcndet seiet. M\u00f6gen wir auch die Liebe Christi verstehen, die alles Erkennen \u00fcbersteigt und so mit der ganzen F\u00fclle Gottes erf\u00fcllt werden<\/em>.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aus dieser F\u00fclle und aus dem Reichtum des Herzens Jesu m\u00f6chte ich einmal etwas herausgreifen. Ich m\u00f6chte einmal die Tugend der Tapferkeit des Heiligsten Herzens n\u00e4her betrachten. Wir kennen die vier Kardinaltugenden, die vier sittlichen Grundtugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Ma\u00df. \u201eDie Tapferkeit gibt uns die \u00fcberlegene Kraft, im Guten nicht zu erlahmen und Hindernisse mutig zu \u00fcberwinden. Nur mit M\u00fche und Kampf kann der Himmel errungen werden. Ohne Mut und Tapferkeit kommt der Christ nicht ans Ziel. Weichliche, feige und furchtsame Menschen erlahmen auf dem Weg und erliegen der Versuchung zum B\u00f6sen. Wo Tapferkeit fehlt, entstehen Furcht und Tr\u00e4gheit, Kleinmut und Verzweiflung. Beten wir um die Tapferkeit! Sie macht hochherzig und gro\u00dfm\u00fctig, geduldig und ausdauernd. Wir vermehren die Tapferkeit durch das Gebet und heiligen Sakramente, sowie durch best\u00e4ndige \u00dcbung und Selbst\u00fcberwindung.\u201c (Katechismus des Oratoriums [KdO]) Wenn nun das, liebe Gl\u00e4ubige, f\u00fcr uns Menschen gilt, dann d\u00fcrfen wir doch an diesem Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, dieses Herz mit seiner Tapferkeit verehren, anflehen und bitten. Die F\u00fclle der Tapferkeit ist im Herzen Jesu erhalten. Erbitten wir das Feuer der Tapferkeit aus diesem Herzen. Denken wir einmal an den Kreuzweg Jesu, denken wir an Golgotha und wir werden sehen, dass der Kreuzweg und das Herz Jesu eine Einheit bilden in der Tapferkeit. Nat\u00fcrlich fehlen Klugheit, Gerechtigkeit und Ma\u00df nicht. Aber die Tapferkeit des Herzens Jesu kommt auf Golgotha an. Deshalb erbitten wir die Tapferkeit aus dem Heiligsten Herzen Jesu f\u00fcr unsere Katholische Kirche. Ohne Tapferkeit geht es nicht! Und so war und so ist die Katholische Kirche immer um Tapferkeit bem\u00fcht. Sie zieht in die Schlacht gegen den Irrtum, gegen die H\u00e4resie und die Lauheit. In der Kraft des Heiligen Geistes verurteilt sie Irrlehren, lehrt, stellt richtig und ermahnt zum Erhalt des Glaubens und zum Heile der Seelen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Anders sieht es bei der ab 1958 gegr\u00fcndeten r\u00f6misch-modernistischen Kirche aus. Die konziliaristische Kirche hat die Tapferkeit so gut wie an den Nagel geh\u00e4ngt. Womit h\u00e4ngt das zusammen? Das h\u00e4ngt am Hominismus, am Liberalismus und am Modernismus, dem sich die neu-r\u00f6mische Kirche verschrieben hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Hominismus \u201eist diejenige Irrlehre, die dem Menschen einen besonders hohen Rang und eine besonders hohe W\u00fcrde gegen\u00fcber Gott einr\u00e4umt und den Menschen und die Menschlichkeit als Ziel menschlichen Handelns erscheinen l\u00e4sst. Der Hominismus (von lat. Homo = Mensch) ist eine \u00dcbersteigerung des Humanismus. In ihm wird dem Menschen Ehre gezollt, als sei er \u2013 trotz seiner erbs\u00fcndlichen Natur &#8211; (fast) gottgleich. Alles muss auf den Menschen als das h\u00f6chste Ziel ausgerichtet werden.\u201c Im Konzilsdokument <em>Gaudium et spes<\/em> hei\u00dft es: \u201eEs ist fast einm\u00fctige Auffassung der Gl\u00e4ubigen und Nichtgl\u00e4ubigen, dass alles auf Erden auf den Menschen als seinen Mittel- und H\u00f6hepunkt hinzuordnen ist.\u201c (GS 12,1) Freilich geht das Konzil im n\u00e4chsten Kapitel auf den Kampf des Menschen ein, wohl aber nur, um die konservativeren Bisch\u00f6fe zur Annahme des Dokuments zu bewegen. Das Lehramt und Paul VI. hatten sich dagegen l\u00e4ngst entschieden, die Menschenverehrung weiter voranzutreiben. So sagt er: \u201eAuch wir, und wir mehr als alle, sind Verehrer des Menschen.\u201c (Ansprache vom 7.12.1965) Die wahre Katholische Kirche stattdessen lehnt den Hominismus ab, \u201eweil er die Stellung des Menschen als Knecht Gott gegen\u00fcber in eine Partnerschaft umdeutet. Durch den Hominismus wird der Stolz des Menschen gest\u00e4rkt. Die erbs\u00fcndliche Natur des Menschen ger\u00e4t in Vergessenheit. Die Gottesfurcht wird herabgemindert oder gar aufgel\u00f6st, und Gott wird der Ihm zustehenden Ehre zugunsten des Menschen beraubt. Die Kirche \u2013 ja bisweilen selbst Gott \u2013 erscheint als im Dienst des Menschen stehend.\u201c(KdO)<\/p>\n<p align=\"justify\">Liebe Gl\u00e4ubige, so weit ist es also gekommen. Mit dem zweiten Vatikanischen Scheinkonzil ist eine Kirche entstanden, die zuallererst dem Menschen dient. Deshalb braucht auch der Mensch keine Tapferkeit mehr, er braucht auch die Tapferkeit des Heiligsten Herzen Jesu nicht mehr, weil Gott und die Kirche ihm sowieso immer entgegenkommen und ihm dienen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kommen wir nun kurz zum Liberalismus. Der Liberalismus ist diejenige Irrlehre, die \u201eim Namen der Freiheit behauptet, der Mensch sei nur seiner Vernunft unterworfen, jeder Mensch sei nur sich selbst Gesetz. Der Liberalismus erkennt Bindungen f\u00fcr das Individuum von Seiten Gottes oder des Staates nur insoweit an, als dadurch dessen Rechte gesch\u00fctzt werden. Der Liberalismus ist stattdessen abzulehnen, weil er die menschliche Freiheit h\u00f6her stellt als die g\u00f6ttlichen Gebote. Der Liberalismus setzt sich dem Glaubensgebot (<em>Wer glaubt und sich taufen l\u00e4sst, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Mk 16,16<\/em>) entgegen. Der Mensch erscheint f\u00fcr den Liberalismus so, als h\u00e4tte er das Recht seinen Glauben selbst ausw\u00e4hlen zu d\u00fcrfen oder gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber allen Formen des Glaubens zu sein. Der Liberalismus ist insofern ein Angriff gegen jede absolut verpflichtende religi\u00f6se Wahrheit. Er betrachtet den Glauben als eine in das Belieben des Einzelnen fallende Privatangelegenheit. Wenn es [wie es das zweite Vatikanische Scheinkonzil lehrt] ein Menschenrecht auf Religionsfreiheit gibt, dann hat der Mensch die Erlaubnis, im Irrtum zu verharren und sittlich Minderwertiges zu tun. Gott w\u00fcrde sich mit dem von ihm geschaffenen Naturrecht selbst widersprechen. Denn einmal g\u00e4be er dem Menschen das \u201eNaturrecht\u201c, eine beliebige Religion oder Weltanschauung frei aus\u00fcben zu d\u00fcrfen, und dann verlangte er von ihm, nur die eine wahre Religion zu bekennen und auszu\u00fcben bei Strafe der Verdammnis, wenn dem Gebot nicht gefolgt wird.\u201c (KdO)<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch hier m\u00fcssen wir sagen: Diese Lehren der neur\u00f6mischen Kirche sind absurd, nicht katholisch und schon lange vom Lehramt der Katholischen Kirche verurteilt. Es ist wie, wenn man einem Kind sagt: Gott hat geboten: <em>Du sollst nicht stehlen. Aber Du hast ein Naturrecht, dennoch so frei und so oft Du willst, zu stehlen. Und Gott hat in Christus geboten, an den Dreifaltigen Gott zu glauben, aber Gott hat Dir das Recht gegeben, frei zu glauben an, was Du willst<\/em>. Es erkl\u00e4rt sich von selbst, liebe Gl\u00e4ubige, dass bei einem solchen theologischen Chaos, das Heiligste Herz Jesu, seine Klarheit, seine Reinheit und seine Tapferkeit keine Rolle mehr spielen. Die modernistische Kirche braucht keine Tapferkeit mehr im Kampf f\u00fcr die Wahrheit, weil jeder machen kann, was er will. Die modernistische Kirche bel\u00e4chelt tapfere M\u00e4rtyrer f\u00fcr Jesus Christus als theologische Engf\u00fchrung. Das Martyrium, das konsequente Bekenntnis zu Christus sei sogar s\u00fcndhaft, angesichts eines barmherzigen Gottes, der alle Religionen und \u00dcberzeugungen gelten l\u00e4sst. Das hat wirklich nichts mehr mit dem Heiligsten Herzen Jesu zu tun. Und es ist klar, warum die Verehrung desselben immer weiter ausstirbt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kommen wir nun noch zum Modernismus. \u201eDer Modernismus war zu Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitet, wurde besonders von Papst Pius X. verurteilt und ging dann zur\u00fcck. Inzwischen ist er wieder weit verbreitet, ja aus der gegenw\u00e4rtigen r\u00f6mischen Kirche gar nicht wegzudenken. Denn der \u00d6kumenimus ist ohne ihn nicht zu betreiben. Durch den Modernismus werden die grundlegenden katholischen Begriffe von Glaube, Offenbarung und Dogma von der Individuellen und gemeinschaftlichen <em>Erfahrung<\/em> her verstanden.\u201c (KdO) Es ist also die <em>Erfahrung<\/em>, das pers\u00f6nliche <em>Erleben<\/em> und <em>Empfinden<\/em> eines Menschen, das den Glauben formt. Ein paar Beispiele hierzu: Ein Modernist ist jemand, der sagt, dass Christus Gott ist, aber die Gottheit Christi nur in seinem Erleben, in seinem Empfinden f\u00fcr wahr h\u00e4lt. Ob Jesus Christus tats\u00e4chlich und wirklich Gott ist, will der Modernist nicht sagen. Oder ein Modernist sagt: <em>Jesus Christus ist auferstanden, aber nur in meinem Herzen, in meinem Gef\u00fchl<\/em>. Oder: <em>Ja, in der Heiligen Messe werden Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt, aber das erlebe ich nur, das sp\u00fcre ich nur, wir alle empfinden das so<\/em>. Oder: <em>Ich verehre die Gottesmutter Maria, weil ich in ihr das weibliche Element Gottes empfinde<\/em>. Oder: <em>Die Wunder, die Jesus zugeschrieben werden, entspringen nur dem religi\u00f6sen Empfinden der Evangelisten, Jesus eine besondere Wirkm\u00e4chtigkeit zuzuschreiben<\/em>. Oder: <em>Die Dogmen der Kirche, sind nur in Worte gepresste, religi\u00f6se W\u00fcnsche und Hoffnungen, die sich damit \u00e4ndern k\u00f6nnen und m\u00fcssen, wenn es sein muss<\/em>. So sieht also die Heimt\u00fccke des Modernismus aus! Im Grunde wird immer die Glaubensaussage zun\u00e4chst best\u00e4tigt, dann aber umgedeutet und verf\u00e4lscht. Das katholische Verst\u00e4ndnis von Glaube, Offenbarung und Dogma wird ausgeh\u00f6hlt. \u201eDer Modernismus ist abzulehnen, weil er die von Gott unmittelbar geoffenbarte Wahrheit [der katholischen Religion], wie sie das Lehramt in den Dogmen zu Glauben vorlegt, ins <em>Unbestimmte<\/em> aufzul\u00f6sen sucht. F\u00fcr den Modernismus ist Glaube nicht die Befolgung der Pflicht, die vorgelegte Wahrheit \u2013 wenigstens einschlussweise \u2013 anzunehmen. Vielmehr ist Glaube blo\u00df noch ein Erlebnis, eine Erfahrung oder Daseinshaltung. Entsprechend wird der Gegenstand des Glaubens zu einem Geheimnis oder Weg erkl\u00e4rt oder einfach mit Gott gleichgesetzt.\u201c (KdO) Damit ist nach dem Modernismus der Glaube niemals verbindlich. Die Offenbarung Gottes kann man so oder so sehen. Das Dogma ist eine vor\u00fcbergehende Ausdrucksweise einer beliebigen religi\u00f6sen \u00dcberzeugung, so meinen es die Modernisten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kehren wir damit zum Heiligsten Herzen Jesu und seiner Tapferkeit zur\u00fcck. Der Hominismus, der Liberalismus und der Modernismus der Amtskirche brauchen das Heiligste Herz unseres Erl\u00f6sers nicht mehr. Wenn Gott und die Kirche nur noch f\u00fcr den Menschen da sind, braucht sich dieser auch nicht mutig bekehren. Wenn dem Menschen alle religi\u00f6sen Freiheiten gestattet sind, dann braucht sich dieser auch nicht tapfer zu Jesus Christus zu bekennen. Und wenn schlie\u00dflich Religion nur eine beliebige Gef\u00fchlssache ist, dann braucht es keinen Kampf um Glaube, Offenbarung und Dogma. Kein Wunder, dass Papst Pius X. den Modernismus als <em>Sammelbecken aller H\u00e4resien<\/em> bezeichnet und die Modernisten exkommuniziert hat. Wer dem Modernismus anh\u00e4ngt, ist exkommuniziert und damit nicht mehr Glied des mystischen Leibes Jesu Christi. Wer aber nicht zu Christus geh\u00f6rt, kann unm\u00f6glich ein Amt oder eine Autorit\u00e4t in der Kirche haben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Liebe Gl\u00e4ubige, die wahre katholische Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu f\u00fchrt uns damit zum Kampf, zum Feuer des Eifers und der Liebe. <em>Herz Jesu, brennender Feuerherd der Liebe!<\/em> Damit setzen wir uns gegen die Polemik zur Wehr, die dem Heiligsten Herzen Jesu und seiner Verehrung durch die Modernisten entgegenschl\u00e4gt. Die Polemik der Modernisten ist unerh\u00f6rt, denn die wahre Herz Jesu Verehrung hat gerade nichts Weichliches oder Honigs\u00fc\u00dfes oder Kitschiges, nichts Beliebiges oder Austauschbares. Wer die Herz Jesu Andacht l\u00e4stert, der l\u00e4stert Gott. Wer den Ernst der Herz Jesu Andacht nicht erkennt, f\u00fcr den gibt es aber eine Empfehlung. Er soll einmal die zwei Gebete zum Heiligsten Herzen Jesu lesen, wie sie im alten Schott unverf\u00e4lscht abgedruckt sind. Da hei\u00dft es: <em>Sei Du, o Herr, K\u00f6nig \u00fcber all jene, die immer noch vom alten Wahne des Heidentums oder des Islams umfangen sind; entrei\u00dfe sie der Finsternis und f\u00fchre sie alle zum Lichte und Reiche Gottes<\/em>. Diese Bitte stellen wir in Demut und vor dem Altare niedergeworfen an das Heiligste Herz Jesu. Bekennen wir doch immer und immer wieder, dass wir im Heiligsten Herzen Jesu seine Gottheit verehren.<\/p>\n<p align=\"justify\">So darf ich Sie, liebe Gl\u00e4ubige, bitten: Flehen Sie das Heiligste Herz Jesu an, um Anteil an seiner Tapferkeit. Gerade dann, wenn Sie merken, dass der modernistische Geist an Ihnen zerrt, sie noch Verbindungen oder Anh\u00e4nglichkeiten zur neukatholischen Kirche haben. Rei\u00dfen Sie sich los vom Modernismus. Suchen Sie und finden Sie den Mut und die Tapferkeit, Klugheit, Ma\u00df und Gerechtigkeit im Heiligsten Herzen Jesu. Bitten Sie das Heiligste Herz Jesu, in dem die ganze F\u00fclle der Gottheit wohnt, um alles, was Sie brauchen, damit der Modernismus, die Verf\u00e4lschung, die L\u00fcge keinen Platz hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">M\u00f6ge das Heiligste Herz Jesu uns alle reichlich segnen. Alles ist in seinem Herzen, alles str\u00f6mt aus seinem Herzen. Ja, es ist wirklich alles. <em>Heiligstes Herz Jesu, erbarme Dich unser!<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">So darf ich Ihnen zu allen Ihren K\u00e4mpfen, Pr\u00fcfungen und Leiden meinen apostolischen Segen erteilen.<\/p>\n<p align=\"justify\">+Thomas Huber, Bischof<\/p>\n<p align=\"justify\">Zum Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu 2021, Friedberg (Bayern)<\/p>\n<p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4787\/"}],"collection":[{"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/"}],"about":[{"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page\/"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1\/"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments\/?post=4787"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4787\/revisions\/"}],"predecessor-version":[{"id":6005,"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4787\/revisions\/6005\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/corjesu.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/?parent=4787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}